The Independent Assessment of Nuclear Developments in the World

Home > News > In the Media > SRF (Switzerland): Misswirtschaft: Nuklearkonzern Areva ist praktisch (...)

SRF (Switzerland): Misswirtschaft: Nuklearkonzern Areva ist praktisch bankrott

Wednesday 26 November 2014

Misswirtschaft: Nuklearkonzern Areva ist praktisch bankrott

Dienstag, 25. November 2014, 8:51 Uhr
Klaus Ammann

Der französische Nuklearkonzern Areva hat schlecht gewirtschaftet. Das Unternehmen muss an allen Enden sparen. Zudem wird die Atomstromproduktion wegen erhöhter Sicherheitsvorschriften teurer, erneuerbare Energieträger wie Sonnenstrom ständig billiger.

Der Bau eines Druckwasserreaktors der neuesten Generation in der Normandie verzögert sich weiter. Die Kosten haben sich verdreifacht. Die Geschäftsprognosen für die kommenden Jahre sind obsolet geworden und die Ratingagentur Standard & Poors hat Areva auf Ramschstatus zurückgestuft.

Die Meldungen der letzten Tage haben den Atompolitikberater Mycle Schneider in Paris nicht überrascht: «Dieser Konzern schwebt seit Jahren unter sehr schwierigen Umständen dahin und orientiert sich leider mehr an Wunschdenken als an der Realität.»

Private Investoren ziehen Geld ab

Für Schneider, Co-Autor des kritischen World Nuclear Industry Status Report, sind die Probleme von Areva typisch für die Industrie weltweit. Versprechen bezüglich neuer Technologien und neuer Kraftwerke müssten laufend revidiert werden.

Gleichzeitig sei das bisherige Geschäftsmodell von grossen AKWs ins Wanken gekommen, sagt Schneider. Die Atomstromproduktion wird wegen erhöhter Sicherheitsvorschriften teurer, während die neuen erneuerbaren Energieträger wie Sonnenstrom ständig günstiger würden. Angesichts solcher Tatsachen ziehen private Investoren ihr Geld ab. Allein letzte Woche ist der Areva-Aktienkurs um 20 Prozent eingebrochen.

AKWs sparen auf Kosten der Sicherheit

Für die fünf Schweizer Atomkraftwerke, die alle in irgendeiner Form mit Areva zusammenarbeiten, habe die aktuelle Krise wohl keine kurzfristigen Folgen, meint Schneider: «Der französische Staat wird Areva nicht pleite gehen lassen. Aber es sollte als Warnsignal in der Branche gelten. Es ist auch für die Betreiber von Atomkraftwerken höchste Zeit, sich Gedanken zu machen, wie sich die Kosten in diesem Bereich entwickeln werden.»

Insbesondere die effektiven Kosten zum Rückbau der AKWs würden wohl früher an- und höher ausfallen als heute angenommen. Und Areva müsse nun an allen Ecken sparen. Die Gefahr, dass dies auch auf Kosten der Sicherheit geschehe, erachtet Schneider als real.

More...

What They Say…

“The Report sets forth in painstaking detail the actual experience and achievements of nuclear energy around the world.”

Peter A. Bradford

Former commissioner
U.S. Nuclear Regulatory Commission (NRC)
(in his foreword to the 2013 report)
“A vital public service... Uniquely independent, thorough, and timely assessment."

Amory B. Lovins

Chairman, Rocky Mountain Institute
USA
“This annual publication has over 20 years evolved into the most reliable, strikingly original, comprehensive and penetrating assessment of the global nuclear industry.”

Praful Bidwai

Financial Chronicle
Delhi, India
"Amid the hype and PR, the smoke and mirrors, of the 'nuclear renaissance', the Status Report offers a hard-edged reality check."

Walt Patterson

Associate Fellow Chatham House
London, UK
“Fantastic piece of work. Must reading for any observer of nuclear energy."

Henri Sokolski

Executive Director Nonproliferation Policy Education Center
Washington DC, USA
“Reliable research based on cold, hard facts, unlike the hype and amnesia of industry sources.”

Scott Ludlam

Senator
Australia
“Félicitations pour la dernière édition du WNISR. Formidable comme d'habitude!”

Fulcieri Maltini

International Consultant Former Director of the Nuclear Safety Account, EBRD
Italy/France
“Thought-provoking as usual.”

Will Dalrymple

Editor Nuclear Engineering International
UK
"The authoritative report on the status of nuclear power plants worldwide is the World Nuclear Industry Status Report."

USAID

Bangkok, Thailand
“Such an illuminating report.”

Sam Geall

Deputy Editor China Dialogue
London, UK
"An astounding collection of facts and figures, a myth-busting international overview… An eye-opening piece of work!"

R. Andreas Krämer

Chairman Ecologic Institute
Berlin, Germany
“I really appreciate you letting us excerpt your report! It’s incredibly well researched and comprehensive, so thank you!”

Stuart Luman

Associate Editor Bulletin of the Atomic Scientists
USA